Gebrauchte Motorräder – Darauf sollten Sie achten

Motorrad fahren ist ein sehr schönes, aber leider auch teures Hobby. Mit einem gebrauchten Motorrad kann man allerdings einiges an Geld sparen. Doch gilt es bei einem solchen Kauf genau zu Vergleichen und auch auf bestimmte Dinge zu achten. Nur so kann man sichergehen, dass der Kauf des neuen Traumbikes kein Reinfall wird.

Wo sollte man kaufen?

Gebrauchte Motorräder kann man sowohl bei privaten Personen, als auch bei gewerblichen Händlern kaufen. Der Vorteil bei Privatpersonen liegt darin, dass die Bikes meist etwas günstiger sind. Allerdings erhält man hier auch keine Gewährleistung, dass das Motorrad in einem technisch einwandfreien Zustand ist. Bei einem privaten Kauf gilt immer: "Gekauft wie gesehen".
Bei einem Händeler ist dies nicht der Fall. Die Zweiräder werden in der Regel auf Herz und Nieren geprüft und bei Bedarf auch repariert. Ebenso ist es möglich, vom Händler eine Garantie auch auf gebrauchte Motorräder zu bekommen. Im Zweifel ist der Gang zum Händler immer die bessere Alternative.

Wann sollte man ein Motorrad kaufen?

Das Fahren mit einem Motorrad ist natürlich nur in der Saison möglich. Aus diesem Grund lohnt es sich, dass Zweirad außerhalb dieser zu kaufen. Man sollte das Motorrad am besten im Winter anschaffen. So kann man den günstigsten Preis abfassen. Besonders bei Händlern spielt dies eine wichtige Rolle, da diese sonst auf ihren Angeboten über die kalte Jahreszeit sitzen bleiben.

Richtig hinsehen!

Wenn man ein gebrauchtes Motorrad kaufen möchte, so sollte man sich auf jeden Fall genügend Zeit lassen und sich das Fahrzeug genau ansehen. So kann man eventuelle Schwachstellen leichter erkennen. Ratsam ist es auch, wenn man sich eine fachkundige Person zum Kauf mitnimmt. Diese kann einem dann mit Rat und Tat zur Seite stehen. Gebrauchte Bikes sollte man sich auf jeden Fall im Tageslicht ansehen. So können Mängel leichter auffallen.
Besonders die Elemente wie Auspuff und Felgen sollten kontrolliert werden. Diese können leicht von Rost befallen sein. Auch der Lenker und dessen Schweißnähte sollten genauer unter die Lupe genommen werden.
Natürlich spielt auch der Tank eine wichtige Rolle. Diese sollte auf jeden Fall frei von Rost sein. Aus diesem Grund ist es ratsam, eine Taschenlampe zur Besichtigung mitzubringen.
Als nächstes geht es weiter mit den Bremsen. Der Belag sollte noch mindestens vier Millimeter betragen. Anderenfalls wird eine Auswechslung der Beläge notwendig. Wichtig bei den Bremsen ist ebenfalls, dass diese gleichmäßig abgefahren sind. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass man so auch gleich auf die Fahrweise und den Umgang des Vorbesitzers schließen kann.
Eine Begutachtung der Fußrasten, Scheinwerfer, des Lackes und der allgemeinen Karosserie kann ebenfalls Aufschluss über die Fahrweise des Vorbesitzers und mögliche Stürzer liefern.

Probieren geht über Studieren:

Bei einem gebrauchten Bike ist eine Probefahrt unerlässlich. Diese sollte in jedem Fall erfolgen. Somit kann man sich ein Bild davon machen, ob die Maschine wirklich rund läuft. Dabei sollten Sie so viele verschiedene Strecken wie möglich abfahren. Es sollte eine Fahrt durch die Stadt, über das Land und nach Möglichkeit auch auf der Autobahn erfolgen. Wichtig ist, dass Sie mit dem Motorrad viel schalten. Somit können Sie das Getriebe überprüfen. Bei dieser Fahrt können Sie auch direkt die Bremse, das Licht und die Hupe kontrollieren. Das Motorrad sollte kalt gestartet werden um zu erkennen, wie das Startverhalten ist. Bei Bedarf kann die Probefahrt auch an einer Werkstatt vorbeiführen. Hier kann man das Zweirad nochmals unabhängig durchchecken lassen. Des Weiteren ermöglicht es die Probefahrt herauszufinden, ob die Maschine überhaupt zur Person passt.

Geschrieben am 26.07.2016

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