BMW
BMW
Die Marke BMW

Die Bayerische Motoren Werke AG (BMW) ist ein deutscher Hersteller von Automobilen, Motorrädern und Motoren. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in München. Im Jahr 2005 erzielte es bei einem Umsatz von 46.656 Mio. € einen Nettogewinn von 2.239 Mio. €. Weltweit beschäftigt der Konzern 105.798 Mitarbeiter. Die Aktie des Unternehmens ist im DAX der Deutschen Börse notiert.

Historie:

Mit rund 100.000 verkauften Stück ist BMW der größte Motorradhersteller hubraumstarker Modelle in Europa. In den vergangenen Jahrzehnten etablierte BMW erfolgreich sein Image als Produzent von überdurchschnittlich soliden und wartungsarmen Motorrädern. Dies äußert sich in vergleichsweise hohen Verkaufpreisen der Modelle mit geringem Wertverlust. Durch konsequente Modellpolitik getragen vom hohen Verkaufsanteil der Modellreihen R (mit dem charakteristischen Zweizylinder Boxermotor) und erfolgreichem Motorsportauftritten in Nischenserien (Motorrad-Rallye-WM, Rallye Dakar, BMW-Boxercup) konnte BMW eine große Fangemeinde mit hoher Markenbindung für sich gewinnen. Gewiss verstärkte diese Entwicklung das umfassende Angebot von Zubehörartikel (für Fahrzeug und Reiter) und BMW-Motorradveranstaltungen (Fahrkurse, Touren, Treffen).

Erwähnenswert sind weiters die erfolgreiche Anwendung von unkonventionellen und teils patentierten Konstruktionselementen, wie etwa ABS, Paralever, Telelever oder neuerdings wieder: die Luftfederung in der HP2.

BMWs Versuch, mit dem überdachten Motorroller C 125 im aufstrebenden hubraumschwachen 125ccm-Segment Fuß zu fassen, kann als gescheitert bewertet werden, die Produktion wurde nach wenigen Jahren mangels Verkaufserfolg eingestellt.

BMW-Motorräder waren bis vor einigen Jahren vergleichsweise schwere Bikes mit Leistungsausbeuten weit diesseits des technisch Machbaren. Entgegen der Entwicklung bei den großen japanischen Herstellern wurde jede BMW-Generation schwerer. Erst durch die Präsentation der R 1200 GS leitete BMW 2005 die Neuorientierung seiner Modellpalette ein. Die 1200 GS weist gegenüber der Vorgängerin, der R 1150 GS, rund 30 kg weniger Trockengewicht und 15 PS höhere Leistung auf. Grund dafür war vermutlich der Verkaufserfolg des direkten Konkurrenten 950 Adventure von KTM. Auch die folgenden Neuerscheinungen waren „schärfere“ Würfe nach den eher konservativen Modellen der 1990er. Die HP2 schließlich war mit rund 180 kg Eigengewicht und über 100 PS die kompromisslose Antwort auf KTMs V2-Offroader, die bis dahin herausragende Motorsport- und Verkaufserfolge verzeichneten.

Auf die Erfolge der großen japanischen Hersteller antwortete BMW im Jahr 2006 mit der K 1200 R. Bei Erscheinen war dies das stärkste Naked Bike am Markt. Die Vorgängerreihe (K 1200…) hatte noch einen Vierzylinderreihenmotor mit längs eingebauter Kurbelwelle mit höchstens 130 PS. Das unkonventionelle Konzept mit Nachteilen (unter anderem: Drehmomentimpuls tangential zur Fahrtrichtungsachse bei Kurbelwellenbeschleunigung, asymmetrische Ölansammlung beim Abstellen am Seitenständer) wurde abgelöst durch einen vergleichsweise flach nach vorne geneigten Reihenvierer mit quer liegender Kurbelwelle und über 160PS.

Zu der erfolgreichen, über 15 Jahre lang nahezu unverändert produzierten F-Reihe (F 650 GS/-Dakar und F 650 CS) mit dem Einzylinder Rotax-Motor stellte BMW 2006 die Modelle F 800 S und F 800 ST mit Reihenzweizylinder.

Entwicklung seit 1916:

* 1916: Gründung der Bayerischen Flugzeug-Werke (BFW)
* 1917: Umbenennung der Rapp-Motorenwerke in Bayerische Motoren Werke GmbH
* 1918: Umwandlung in eine Aktiengesellschaft; Franz Josef Popp wird erster Generaldirektor ( = Vorstandsvorsitzender) von BMW.
* 1922: Aus den Bayerischen Flugzeugwerken wird BMW
* 1923: Bau des ersten Motorrades
* 1928: Übernahme der Fahrzeugfabrik Eisenach A.G.
* 1929: Bau des ersten Automobils BMW 3/15 PS bzw. AM1 in Eisenach
* 1934: Ausgliederung der Sparte Flugmotoren in die BMW Flugmotorenbau GmbH
* 1944: Starke Zerstörung des Werkes München durch Luftangriffe
* 1945: Erlaubnis zur Reparatur von US-Armeefahrzeugen und Motorradherstellung, aber gleichzeitig Demontage der Werke München und Allach
* 1948: Erstes Nachkriegsmotorrad
* 1959: Historische Hauptversammlung, auf der die Übernahme durch Daimler Benz verhindert werden kann
* 1960: BMW beschäftigt 7.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 239 Millionen DM
* 1961: Der legendäre Paul-G. Hahnemann („Nischen-Paule“) wird Vertriebsvorstand
* 1963: Erstmals gibt es wieder eine Dividende. Karl-Heinz Sonne übernimmt den Vorstandsvorsitz.
* 1967: Übernahme der Hans Glas GmbH, anschließend Ausbau zur Werksgruppe Dingolfing
* 1969: Umzug des Motorradbereichs nach Berlin
* 1969: BMW beschäftigt 21.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 1,5 Milliarden DM.
* 1970: Eberhard von Kuenheim übernimmt den Vorstandsvorsitz, er wird ihn bis 1993 innehaben. Gründung der Herbert Quandt Stiftung.
* 1972: Bau des neuen Verwaltungsgebäudes, des „Vierzylinders“, in München-Milbertshofen
* 1972: Bau des Werks in Südafrika
* 1973: Eröffnung des Werks Landshut
* 1978: Vorstellung eines 5er mit Wasserstoffmotor in Zusammenarbeit mit dem DLR
* 1978: BMW beschäftigt 30.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 6,0 Milliarden DM.
* 1979: Eröffnung des Motorenwerks in Steyr (Österreich)
* 1984: Eröffnung des Motorradwerks in Berlin-Spandau
* 1985: Baubeginn für das Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ)
* 1985: Gründung der BMW Technik GmbH für Vorentwicklungen
* 1987: Eröffnung des Werks Regensburg
* 1990: Offizielle Eröffnung des FIZ
* 1990: BMW beschäftigt 70.900 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 27,1 Milliarden DM.
* 1992: Eröffnung des Werks Spartanburg (South Carolina) in den USA
* 1993: Bernd Pischetsrieder wird Vorstandsvorsitzender
* 1994: Kauf der Rover Group inklusive der Marke Mini
* 1999: BMW schließt einen Vertrag mit dem russischen Unternehmen „Autotor“ aus der Stadt Kaliningrad (ehemaliges Königsberg); Start der Autoherstellung
* 1999: Joachim Milberg übernimmt den Vorstandsvorsitz
* 2000: Gründung der Eberhard-von-Kuenheim-Stiftung
* 2000: Verkauf von MG-Rover und LandRover
* 2001: Eröffnung des BMW-Werks Hams Hall
* 2002: Helmut Panke wird Vorstandsvorsitzender. Baubeginn für das BMW-Werk Leipzig
* 2003: Erwerb der Namensrechte von Rolls-Royce
* 2004: Ankündigung, noch während der aktuellen 7er Reihe ein Serienfahrzeug mit Wasserstoffmotor auf den Markt zu bringen
* 2004: Baubeginn für die BMW Welt (Auslieferungszentrum für BMW Automobile) München, Eröffnung 2007
* 2005: Offizielle Eröffnung der neuen Zentralen Teile-Auslieferung (Werk 2.70) in Gaubitzhausen bei Dingolfing am 15. Juni 2005
* 2005: Offizielle Eröffnung des neuen BMW Werkes Leipzig am 13. Mai 2005
* 2006: Norbert Reithofer wird Vorstandsvorsitzender



Zur offiziellen Homepage: http://www.bmw-motorrad.de/
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